Ana Isabels Projekt


Name Ana-Isabel Gonzalez

Aus Spanien

Alter 25

Projekt Kinderheim ‘Nadjeshda’

Projektziel Das Kinderheim beherrbergt etwa 30 Kinder (Jungen und Mädchen) zwischen drei und 16 Jahren.

Projekt Mitarbeiter Rund 15 Leute, welche als Psychologen, Sozialassistenten oder in der Verwaltung arbeiten.

Meine Arbeit Ich spiele mit den Kindern. Versuche mit ihnen zu sprechen, was allerdings im Moment sehr schwierig ist, da ich nur wenig Russisch spreche. Ich würde gerne mehr machen, weiss aber nicht wie und wann. Die Kinder haben einen sehr strikten Tagesablauf. Ich kann mich im Prinzip nur von 10 Uhr bis Mittag mit ihnen beschäftigen, da sie nach dem Mittagessen bis 16 Uhr schlafen müssen und danach in andere Aktivitäten eingebunden sind. Dies schränkt meine Möglichkeiten für Unternehmungen stark ein.

Was gefällt dir an deiner Arbeit Die Kinder sind sehr nett und lachen immer, auch wenn sie viele Probleme haben. Ihnen meine Zuneigung zu geben, macht dieses Projekt trotz allem wertvoll für mich.

Was misfällt dir Die Leute, die im Projekt arbeiten, unterstützen mich überhaupt nicht. Ich werde nicht in die Arbeit involviert oder über Abläufe informiert. Sie sagen mir zum Beispeil, zu einer bestimmten Zeit ins Projekt zu kommen, haben dann aber keine Arbeit für mich.

Probleme Keine, da ich überhaupt keine Kontakte oder Beziehung zu den anderen Mitarbeitern habe.

Bestes Erlebnis im Projekt Etwas ganz Neues und Anders zu entdecken.

Wie viel Zeit verbringst du im Projekt 2 bis 3 Stunden pro Tag.

Was machst du in deiner Freizeit Russisch lernen, Bücher lesen, Freiwillige treffen.

Projektart EVS, d.h. von der EU finanzierter Aufenthalt. Swallows erhält von der EU 6380 Euro für das ganze Jahr. Ana erhält von Swallows in diesem Jahr 1800 Euro (150 E/Mt.) Taschengeld, 618 Euro (51 E/Mt.) für Essen und Transport und rund 1000 Euro für Logie. Restbetrag: ca. 3000 Euro.

Ainos Projekt


Name Aino Moilanen

Aus Finland

Alter 19

Projekt Blindenorganisation ‘Altair’

Projektziel Blinden zu helfen, sich in die Gesellschaft zu integrieren.

Projekt Mitarbeiter Drei weitere: Meine Supervisorin, eine Buchhalterin und der Präsident (blind)

Meine Arbeit Ich erstelle einen Katalog der in der Bibliothek des Projektes vorhandenen Musik. Die Musik wird im Moment von Magnetbändern und CDs auf den Computer überspielt und in einem digitalen Format abgespeichert. Die CDs und Bänder werden entsorgt. Blinde Menschen können sich die Musik in diesem neuen Format ausleihen.

Was gefällt dir an deiner Arbeit Ich mag die Atmosphäre im Projekt. Die Leute sind wirklich sehr nett. Es gibt immer Tee und Gebäck

Was misfällt dir Es ist nicht so sozial, wie ich das erwartet habe – es wimmelt hier nicht gerade von Leuten. Blinde Menschen kommen nur selten ins Projekt.

Probleme Keine

Bestes Erlebnis im Projekt Zwei blinde Mädchen haben das Projekt besucht. Danach begleitete ich sie zur Metrostation zurück. Sie haben mich eingeladen, sie an ihrer Schule zu besuchen.

Wie viel Zeit verbringst du im Projekt 4 bis 5 Stunden pro Tag.

Was machst du in deiner Freizeit Kreuzworträtsel lösen, Russisch lernen, an Anlässen der lokalen Baptisten-Gemeinde teilnehmen.

Projektart EVS, d.h. von der EU finanzierter Aufenthalt. Swallows erhält von der EU 6190 Euro für das ganze Jahr. Aino erhält von Swallows in diesem Jahr 1560 Euro (130 E/Mt.) Taschengeld, 618 Euro (51 E/Mt.) für Essen und Transport und rund 1000 Euro für Logie. Restbetrag: ca. 3000 Euro.

Kommentar: Für meinen ‘Arbeitgeber’, die Freiwilligenorganisation Swallows, welche unsere Aufenthalte hier managt, habe ich in den letzten Wochen die Projekte der anderen Freiwilligen besucht (soweit dies möglich und erlaubt war). Dies mit dem Ziel, schöne Texte für die Swallows-Webseite darüber zu verfassen und weitere Freiwillige nach Samara zu locken. Die (unveränderten) Antworten aus meinen Fragebogen werde ich hier nacheinander präsentieren. Die finanziellen Details stammen aus dem offiziellen Budget von Swallows. Wenn man die Beträge der verschiedenen Freiwilligen vergleicht, stellen sich einem einige Fragen. Warum zum Beispiel zahlt die EU, welche hinter EVS steckt, für verschiedene, gleichartige Aufenthalte in der selben Stadt unterschiedliche Beiträge an den Projektorganisator? Und warum erhalten die EVS-Freiwilligen unterschiedliche Taschengelder? Merkwürdig.