Sakiko liess ihre Blicke erneut über den Platz schweifen. Im Ring standen die beiden Stiere – der rote und der schwarze – unbeweglich wie ein Standbild. Über den Kampfring und die den Bambuszaun umgebende Menge schien nun, nachdem der Regen aufgehört hatte, die kalte Wintersonne. Die Treiber schlugen den beiden Tieren auf das Hinterteil und die Flanken, um sie aufzureizen, Flatternd wehten die Banner im Wind, die Lautsprecher wiederholten monoton die gleichen Worte, sie riefen mit einer Stimme, die nach Ermattung, Zorn und Klage klang. Auf den Tribünen herrschte ungewöhnliche Stille. Man vernahm keinerlei Lachen, keine Stimmen, unbewegt starrten die Zuschauer auf den Ring hinunter.

Yasushi Inoue – Der Stierkampf (1971).