So 26 Feb 2006
Alexanders neues Projekt
Geschrieben von Alexander unter Fotos
Name Alexander Burkardt
Aus Schweiz
Alter 30
Vorheriges Projekt Alliance Francaise de Samara / Swallows (ICYE Russland)
Neues Projekt Der Kindergarten Nr. 234.
Projektziel Jede der vier Gruppen des Kindergartens beherrbergt ein oder zwei behinderte Kinder (je nach Betreuungsaufwand), um diese in einer Art integrativer Therapie zu betreuen oder auf die Schule vorzubereiten - und natürlich auch, um deren Eltern zu entlasten.
Projekt Mitarbeiter Rund 30 Leute: Lehrerinnen, Psychologinnen, Logopädinnen, Köchinnen, Buchhalterinnen und Verwaltungsmitarbeitende, Hausabwarte.
Meine Arbeit Ich betreue in unserer Gruppe, welche aus rund 30 Kindern zwischen 4 und sechs Jahren besteht, Akim, einen sechsjährigen autistischen Jungen. Akim ist das einzige behinderte Kind in unserer Gruppe.
Er spricht nicht aber zählt leidenschaftlich gerne - auf Russisch oder selten Englisch, wobei er komischerweise die englischen Zahlen besser ausspricht als die Russischen. Auf Russisch heisst das bei ihm ‘iti, püti, titi, tschiti…’ statt ‘adin, dwa, tri, tschetiri…’. Die mangelnden Sprachfähigkeiten gleicht er mit umso mehr Energie aus.
Er rennt rum wie eine Rakete, packt sich irgendwelche Spielsachen, schmeisst diese rum und ist schon wieder am nächsten Ort, bevor ich ihn stoppen konnte. Es ist schwierig, ihn dazu zu bringen, sich auf etwas länger als ein, zwei Minuten zu konzentrieren und vor allem, etwas zu machen, was ihm nicht in den Kram passt.
Ansonsten besteht meine Arbeit im Kindergarten - sofern Akims Stimmung das zulässt, d.h. Zeit für andere Kinder bleibt - aus allem, was man mit Kindern halt so machen muss: beim Zeichnen, Basteln und Spielen helfen, Mützen und Jacken zu knüpfen, im Schnee rumtoben, mitspielen und zwischendurch auch mal den Finger heben.
Was gefällt dir an deiner Arbeit Die Arbeit mit Akim und die anderen Mitarbeiter im Kindergarten, welche ausserordentlich nett, hilfsbereit und vor allem interessiert sind.
Was misfällt dir Die Kinder am Mittag zum Schlafen zu bringen zu versuchen - von eins bis drei wäre Mittagsschlaf. Die Kinder machen Unsinn und wollen nicht einschlafen während mir die Augen zufallen.
Probleme Viele Kinder sehen in mir nicht einen ‘Lehrer’ sondern ein grosses Spielzeug - eines, das nicht kaputt gehen kann…
Wie viel Zeit verbringst du im Projekt Meist von halb neun bis 15 Uhr.


26. Februar 2006 um 14:01
na endlich gibt es wieder etwas neues von dir. ich war schon ganz ungeduldig geworden. du hörst dich in deinem bericht viel zufriedener an, als vorher und das klingt gut. mein vorschlag zum schlafproblem:
vielleicht dürfen die kinder -statt schlafen zu ‘müssen’ -ganz ruhig ein buch ansehen. das hatte ich vor vielen jahren einmal für mein kind conrad in einem kindergarten durchgesetzt, das auch nie schlafen wollte. klappte dann prima. es geht nämlich gar nicht ums schlafen, sondern nur um eine erholpause, in der nicht herumgelaufen und gesprochen werden soll. wie man sich da erholt sollte jedem kind selbst überlassen bleiben. vielleicht lassen sich ja die netten kolleginnen auf so eine pause ohne schlafzwang
ein?
ich freue mich auf mehr aus samara!
schöne grüße
dorothee fiedler
2. März 2006 um 13:44
Danke für den Tipp, welchen ich bei der nächsten Schlafpause ausprobieren werde. Mal schauen, wie meine erfahrenen russischen Kolleginen auf solcherlei reagieren.
Zum langsam verludernden Weblog: die Arbeit im Kindergarten bedeutet für mich neben viel Freude auch, dass ich nicht mehr jeden Tag online bin und entsprechend weniger oft an meiner Webseite arbeiten kann. Ich werde mir aber Mühe geben, weiterhin Neues zu entdecken und zu beschreiben.
2. März 2006 um 14:37
Kann mir fast nicht vorstellen, wie du dich da mit diesen kleinen Bälgern rumschlägst. Aber das Foto mit dir und dem kleinen Bengel ist super! In 5 Minuten schlag auch ich mich wieder mit meinen Goofen rum. Und heute waren wir auf dem “Hüetliberg” schlitteln. Bäng, Bum, Tsching, au ich ha mer dä Finger iiklämmt, siiiiiiii Herr Chüng, miiin Schlittä lauft nöd…… Gopfertami!!! aber isch geil gsii! Gruess aus Snowcity Zürich
24. März 2006 um 17:22
Мне нужно много времени, чтобы это всё перевести. Думаю, что узнаю много нового о тебе и о твоём П ОЕКТЕ!!!
25. März 2006 um 17:27
” Wie! Sie trinken sogar in die Arbeitszeit? ” Ist der erste Gedanke, der mir in den Kopf bei der Durchsicht zwei letzter Fotografien angekommen ist. (hoffe ich mich nur mir). Wenn mein den Tag die Geburt du mit dem Ziel der Bestätigung seiner Hypothese « über die Frequenz des Gebrauches der alkoholischen Getränke von der russischen Gesellschaft » ausnutztest - ist grausam von deiner Seite.