Im KM116 zu Gastronom und zurück

KM116 ist ein Wohnqartier im Süden Samaras, jenseits des Samara Flusses. Man erreicht es vom Zentrum per Bus in rund 30 Minuten. Die Umgebung ist geprägt von brauner Buschlandschaft, Steppe und schilfumrandeten Altläufen des Samara Flusses, wo die russischen Männer ihre Freizeit mit Fischen verbringen. Da diese kleinen Weiher seit einiger Zeit gefrohren sind, sitzen die Fischer auf Klappstühlen auf der Eisfläche und halten ihre Angelruten in Eislöcher, welche sie mit grossen Bohrern ins Eis geschabt haben. Rund um einige der Weiher gibt es dörflich aussehende Siedlungen mit meist einstöckigen Häusern. Weiter südlich folgen jedoch die typischen, wuchtigen, von Fernheizungs- und Warmwasserrohren durchzogenen Plattenbauten, welche auch den Hauptteil des Quartiers KM116 ausmachen. In einigen Kilometern Entfernung zum Wohnquartier (in Richtung Novo Kubishevsk) sind grosse Industrieanlagen – vermutlich Ölindustrie – auszumachen.

Das Zentrum des Quartiers, wo Charlotte wohnt, bildet der 24 Supermarkt ‘Gastronom’, welcher auch der Bushaltestelle den Namen gegeben hat. Rund um ‘Gastronom’ finden sich kleine Läden in Blechbuden, ein kleiner Markt mit den typischen blauen Marktständen und ein paar Kioske.

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