Do 3 Aug 2006
Staunen in Moskau
Geschrieben von Alexander unter Fotos, Reisen
[2] Kommentare
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Meinen Auflug nach Moskau lässt sich am einfachsten mit zwei Ausrufen zusammenfassen. Dem ‘Wow, was ist denn DAS?’ in Moskau und dem ‘Huch, wo bin ich den HIER gelandet?’ zurück in Samara.
Mit seiner wohl Historiker wie Futuristen gleichermassen beeindruckenden Pompösität, seinen Spinnereien, seiner geballten Urbanität und nicht zuletzt seiner auffallenden Sauberkeit kickte die Hauptstadt Samara wahrnehmungsmässig auf fast etwas schmerzhaft offensichtliche Weise weit in die Provinz. Einen solch riesigen Unterschied hätte ich nicht erwartet.
Ich vermute jedoch, dass die Metropole Moskau für Besucher ohne Russischkenntnisse und mit eher knapper Reisekasse weniger beeindruckend und weit schwieriger zu erfahren ist, als vergleichbare westliche Destinationen. Einerseits erwartet man von einer Metropole automatisch Originalität, Grösse und Erhabenheit, andererseits aber auch eine gewisse Internationalität, am liebsten natürlich eine in Richtung Westen orientierte, welche einem hilft, sich zurecht zu finden und im Fremden Punkte der Orientierung und Ruhe liefert. In Moskau begeisterte und überraschte mich das erstere nach dem ‘Umweg Samara’ weit mehr, als mich das oftmalige Fehlen des letzteren störte. An rein russischsprachige öffentliche Einrichtungen und Schikane durch unmotivierte Beamte hatte ich mich schon lange gewöhnt. Für westliche Touristen dürfte es vermutlich umgekehrt sein. Klar, Moskau bietet sehr viel, dies aber oft eher exklusiv. Abgesehen von Sprachhürden sind viele Angebote finanziell eher abschreckend. Die scheinbar in jedem Viertel in Zentrumsnähe dominierenden Luxusangebote (Restaurants, Geschäfte, Gallerien usw.) sind für Durchschnittsbürger unerreichbar teuer, auch für westliche.
Was bleibt, sind hunderte historisch oder literarisch verankerter Ecken (die Wohnung von Breschnev oder der Patriarchenteich aus ‘Master und Margarita’ zum Beispiel), eine äusserst beeindruckende, gut erhaltenen oder frisch restaurierte Bausubstanz und eine sehr urbane Maske, hinter welcher man, gehörte man zu den Eingeweihten, sicher noch viel mehr Wildes und Faszinierendes entdecken könnte.
7. August 2006 um 19:29
Da da!! Sawa, zdes’ v Finlandij teplo.. vi dolwni bit’ zdes’ :)
Udachi!
15. August 2006 um 18:29
War auch letztens in Moskau und ich muss sagen: Es ist groß! Mein Eindruck von einer Tagestour (unsere Gastgeber hetzten uns durch die Innenstadt- sie kannten ja schon alles) Die schönen Baudenkmäler liegen im Zentrum und drumherum ist einfach nur Plattenbau angesagt. Außen Platte, innen aber meist behaglich eingerichtet. Manchmal fallen auch Katzen aus dem 11. Stock. Ein Liedchen am Grab des Barden Vysotzki kam bei den Russen gut an. Außerhalb Moskaus gibt es aber auch noch nette Sachen, wie das Dreifaltigkeitskloster. Aber, wie der Autor richtig bemerkt, ohne Russisch hat man es sehr schwer. Deshalb sich Kontakte vorher besorgen, z.B. über hospitalityclub.org